6. GLZ Regionalmeisterschaften in Urdorf, 16./17. Mai 2009
Immer wenn die Sonne scheint und ein Vereinswettkampf draussen durchgeführt werden kann und nicht in eine Halle verschoben werden muss springt bei mir das Herz etwas höher. Es ist schon etwas Spezielles unter freiem Himmel zu turnen, da dies im normalen Training nie möglich ist. Wie bereits am Einzelwettkampf am Samstag waren auch am Sonntag viele Fans anzutreffen. Eltern, Freunde, die Mädchen und Knaben der Jugendriege und Mitturnerinnen und Turner waren gekommen um den Verein anzufeuern. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön! Es spornt alle doch nochmals dazu an noch besser zu turnen.
Der Anfang machte die Gerätekombination, welch ihr neues Programm zum ersten Mal an einem Wettkampf präsentierte. Eigentlich war dies primär der Grund wieso alle leicht nervös waren. Doch da es früh am Morgen war und die Wiese ziemlich hoch und nass, kamen alle zum Schluss, dass dies das grössere Problem ist als die Nerven. Kurzerhand durften wir drei Mattenrollen rund um die Anlage legen, damit das Turnern nicht gefährlich wurde. Die Turnfeste stehen uns ja noch bevor. Nach kurzer Zeit hiess es dann aber bereits einstehen, Musik ab, alles geben. Man merkte schon, dass noch nicht alles sass und dass der Respekt vor dem holprigen Weisenboden da war. Doch die Turnkombinationen und der Ablauf war klar zu erkennen und die 8.77 Punke, welche auf das Turnfest auf mindestens eine 9.00 gesteigert werden wollen reichten uns in Urdorf für einen 3. Rang
Als zweites Gerät waren die Schaukelringe an der Reihe. Die Wiese war bereits trocken, die Sonne stand hoch am Himmel und die Ringe waren super zum Turnen. Wer dies noch nie erleben durfte, hat wahrlich etwas verpasst. In die Sonne turnen ist etwas vom schönsten, was es gibt. Doch zurück zum Wettkampf. Leider konnte das Programm noch nicht so oft mit allen Originalanstössern geturnt werden. Dies ist von grosser Wichtigkeit, da sie zur richtigen Zeit, im richtigen Takt, Synchron oder exakt versetzt die TurnerInnen anschieben müssen. Falls dies nicht passt fällt das ganze Bild auseinander, was natürlich zu einem Abzug führt. Zum Glück haben unsere Anstösser aber jahrelange Erfahrung und sind gut aufeinander abgestimmt, dass sich alle auf die zu turnenden Übungen konzentrieren konnten. Auch hier merkte man, dass noch nicht ganz alles sitzt und wir an Kleinigkeiten feilen müssen. Mit einer 9.19 landeten wir in der Rangliste trotzdem auf Rang 2. Denn auch die anderen Vereine dürfen noch an sich feilen.
Die dritte Disziplin ist das Team Aerobic. Mit 18 Personen hofften wir, dass nicht wie bei einigen anderen Vereinen auf einmal die Musik stockte oder gar aussetzte. Kurz vorher wurden noch einmal alle Hebe- und Akrobatik Elemente geübt, damit dann auch alles sitzt. In Reih und Glied begaben wir uns auf unser Feld und drückten uns selber die Daumen. Für einige Frauen war dies der erste Wettkampf, was natürlich immer ein grosses Bibbern ist. Kann ich wirklich alles? Laufe ich in die richtige Aufstellung? Doch niemand viel aus dem Rahmen und das Lachen viel dank der vielen Hopp rufe und dem fleissigem „Mittgeklatsche“ unserer Fans niemandem schwer. 8.93 Punkte halfen auch hier aufs Podest. Rang 3 schaute für uns raus. Ein super Erfolg, der natürlich auch hier noch mindestens um 0.07 verbessert werden darf.
Zwischen der Gerätekombination und den Schaukelringen hatten Marion und ich noch einen kurzen Zwischenauftritt im Aerobic Paare. Mit einer alten Choreographie und einigen neuen Ideen fanden wir natürlich die Löcher in der Wiese und verpatzten einige Kleinigkeiten. Doch dies hinderte uns nicht Vollgas zu geben und auch wir durften eine Medaille einsacken. Rang 2 mit 9.33 Punkten freute uns und ist für Aarburg ebenfalls ausbaubar.

